Als Kristins Eltern sich scheiden ließen, vertraute sie sich ihrem Tagebuch an: „Ich war mir über meine Gefühle unklar, bis ich sie aufgeschrieben habe,“ erinnert sie sich. „Ich war besorgt und deprimiert. Erst als mir klar war, was ich eigentlich über die Situation denke, konnte ich entscheiden, was ich tun wollte.“
„Meine beste Freundin hat mich belogen und hintergangen,“ erzählt Anne, „Ich war so unglaublich wütend. Das zu Papier zu bringen hat mir geholfen, meinen Kopf wieder klar zu kriegen und damit umzugehen.“
Was tun, wenn du schreiben schwierig findest?
Klar, schreiben ist nicht einfach – mach’s einfach schnell und mach dir keine Gedanken darüber, wie es sich liest. Korrigier nichts und streich nichts durch, das ist keine Klassenarbeit! Das Tolle daran ist, dass du deinen Gedanken einfach freien Lauf lassen kannst. Schließlich machst du das nur für dich.
Wenn du dich ein bisschen beruhigt hast, kann dir dein Tagebuch dabei helfen, dein Leben besser zu verstehen und aus Fehlern zu lernen. Es ist etwas ganz Persönliches – bring es also an einem sicheren Ort unter.
Was tun, wenn du keine Ahnung hast, wo du anfangen sollst?
Hier sind ein paar Tipps, wie du den Anfang machen kannst:
• Denk darüber nach, was dich bedrückt. Das kann ein Lehrer sein, der immer unfair zu dir ist – oder eine Freundin, der du nie gesagt hast, wie sehr du sie vermisst, nachdem sie weggezogen ist. Dann schreib dieser Person einen Brief. Schreib rein, was du ihr sagen möchtest, aber schick den Brief nicht ab.
• Wie möchtest du, dass dein Leben in genau einem Jahr aussieht? Und was sagt das darüber aus, womit du jetzt nicht zufrieden bist?
• Vergiss nicht, die guten Dinge in deinem Leben aufzuschreiben – ein tollen Film, eine gute Note, ein schönes Geburtstagsgeschenk...
• Kritzel ruhig in dein Tagebuch, schreib ein Gedicht oder eine Wunschliste. Wenn du deine Einträge noch mal liest, wird es dich überraschen, was du alles zu Papier gebracht hast, ohne es zu merken.
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